Das Schweinesystem

Zeitraum: September 2020 – März 2021

Förderung:  Kartographen-Stipendium 2020 von Fleiß und Mut. Verein zur Förderung journalistischer Weiterbildung für hochqualifizierte Recherchen e. V.

Leistung: Konzeptentwicklung, Dialog-Recherche

Eine Crowd-Recherche auf der Suche nach mehr Tierwohl

Die Schweinehaltung in Deutschland ist mittlerweile an so vielen Stellen prekär und öffentlich in die Kritik geraten, dass sie an einer tiefgreifenden Neugestaltung nicht mehr vorbeikommt. An allen Ecken und Enden zeigen sich schwerwiegende Probleme: der Schlachthofskandal bei Tönnies, menschenunwürdige Arbeitsbedingungen, Bilder von Tierqual in den Medien. Auf der anderen Seite ein Preis für Schweinefleisch, der immer stärker verfällt und Schweinebauern ruiniert. So kann es nicht weitergehen. Das weiß jede*r, der mit diesem Markt zu tun hat. Nur wie man der Abwärtsspirale wieder entkommen kann, darauf gibt es bislang keine Antwort. Wie weiter?

Die Antwort wollen wir mit unserer Dialogrecherche Schweinesystem finden. Der Arbeitstitel “Schweinesystem” ist kein Urteil. Er beschreibt unseren Willen, das System und seine Stellschrauben zu verstehen. Wir recherchieren ergebnisoffen, Wir befragen über mehrere Wochen verschiedene Menschen: Verbraucher*innen, Wissenschaftler*innen, Landwirt*innen. Sie antworten uns direkt per E-Mail oder Messenger. Wir hören zu. Denn wir sind gespannt auf neue Perspektiven. Und erst danach reisen unsere Reporter*innen Katharina Jakob und Jens Eber gemeinsam mit Filmemacher Oliver Eberhardt los, um vor Ort zu recherchieren. Einfach mal neue Fragen stellen, neue Welten erkunden. Weiterlesen im Riff.

Bild Schwein: Oliver Eberhardt, filmduene.de

Das 100-Augen-Prinzip

Journalismus hat treue Fans. Die laden wir mit dem 100-Augen-Prinzip ein, den Journalismus besser zu machen. 50 Menschen treten hier in einen Dialog mit der Redaktion. Wir entwickeln die Werkzeuge dafür: Mit unserer Software 100Eyes werden aus treuen Abonnent*innen und distanzierten Nichtleser*innen engagierte Mitstreiter*innen.